KHD Übung im Raum Grafenwörth - Hochwassersimulation in Jettsdorf2002 war die Gegend rund um Grafenwörth eines der Epizentren des Jahrhunderthochwassers an Donau und Kamp. 14 Jahre später, am 29. Oktober 2016, drehte sich bei der Katastrophenhilfsdienstübung des Bezirkes Tulln wieder alles um dasselbe Thema – diesmal allerdings mit dem Vorteil, dass seit damals einiges an Hintergrundwissen und Erfahrung hinzugekommen ist.
Nichtsdestoweniger ist es notwendig die grundlegenden Begriffe der Dammverteidigung, also der Sicherung der Dammsysteme, zu wiederholen. Die Kameraden der Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaft aus Tulln und dem ab nächstes Jahr zu Tulln gehörenden Bezirk Klosterneuburg hörten dazu zunächst einen Vortrag von Mag. Andrea Perschl vom Amt der NÖ Landesregierung. Diese erläuterte wie potentielle Schwachstellen in Dämmen zu erkennen sind und was gegen die Gefahr eines Dammbruches unternommen werden kann.
Im Anschluss durften die insgesamt 56 Kameraden praktisch Arbeiten. Der 2. Zug der 19. Bereitschaft, also die Feuerwehren des Abschnittes Kirchberg am Wagram, übten beim Siel in Jettsdorf. Ein Teil der Feuerwehren legte dabei Sandsäcke am Dammfuss, um ein Ausschwemmen des Erdmaterials zu verhindern, ein anderer simulierte die Beschwerung der Dammkrone um ein Abrutschen des Dammes zu verhindern. Die Zillenfahrer der Bereitschaft suchten am Mühlkamp nach abgängigen Personen. Zum Abschluss lud die Versorgungseinheit in Grafenwörth zu Schweinsbraten, Knödel und Kraut – auch das letztlich ein Testlauf um die Schlagfertigkeit der im Katastrophenfall ebenso wichtigen Bereitstellung von Essen und Trinken auszuloten.
 

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Text: Stefan Nimmervoll
 

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